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Pilgern zwischen den Laurentiuskirchen Usingen und der Laurentiuskirche Arnoldshain

Wasser und Leben

Bach hinter Tankstelle Brombach_Bachfoto Wolfgang von GehlenBibel, Johannes 4, Vers 10: „Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn und er gäbe dir lebendiges Wasser.“

 

Wissen wir, wie unser Leitungswasser schmeckt?

Eine Schülerin erzählt mir, dass ihre Mutter immer ein französisches Tafelwasser zum Waschen

von Salat und zum Kochen benutzt. Eine Andere sagt: Wieso fährt man einfaches

Wasser von Frankreich hunderte Kilometer bis zu uns? Haben wir nicht 2 Quellen am

Ort, in unserem Dorf? Einem anderen Mädchen fällt auf, dass es in der Pizzeria immer

Wasser aus Italien zu Pizza und Pasta gibt. Auch da weiß keiner die Antwort, warum

man Wasser über die Alpen transportieren muss. Je länger wir im Unterricht

am Wasserthema arbeiten, desto mehr Gedanken kommen: jemand hat gelesen,

wie viel Wasser ein Golfplatz braucht. Es gibt Zeitgenossen, die jetten kurz nach

Mallorca zum Golfen. Es heißt, ein Golfplatz dort braucht so viel Wasser, wie eine

Kleinstadt auf dieser schönen Insel. Ob das jemanden interessiert? Wissen die das?

Manche Hausbesitzer bei uns wässern noch ihren Zierrasen. Ob die wissen, wie viel

Liter sie da versprühen – und dann auch noch Trinkwasser? 125 Liter Trinkwasser

pro Tag verbraucht jeder Deutsche statistisch, nicht nur zum Trinken, aber durch den

Lebensstil. Pro Jahr sind das fast fünfzigtausend Liter, die jeder von uns verbraucht.

Nicht alles zum Trinken! Ungefähr ein Drittel Trinkwasser ist zum Duschen, ein Drittel

für die Toilette.

So gehen wir mit dem Wasser um? Bewusst mal Wasser spüren und fühlen.

Wir probieren es in einem Gottesdienst aus. Mit verschiedenen Wasserproben. Menschen schmecken, tasten, riechen. Kaum einer errät unser Leitungswasser.

Viele Gottesdienstbesucher stutzen, einige überlegen, wenige zucken mit den

Achseln. „Mich, die lebendige Quelle verlassen sie und machen sich hier und da ausgehauene

Brunnen, die doch löcherig sind und kein Wasser geben,“ sagt Gott durch

seinen Propheten Jeremia in der Bibel. Das Symbol einer Quelle für Gott, die Rede

vom Wasser als „lebendiges Wasser“. Die Sache mit dem Klima, die fängt bei jedem von uns an.

 

Impulsfragen: Wie schmeckt eigentlich mein Leitungswasser zu Hause? Wage ich es, mal wieder aus einem Bach zu trinken? Vielleicht bei einer nächsten Wanderung zur Weilquelle weiter zu wandern? Was ist in meinem Leben eine lebendige Quelle? Wo bekomme ich lebendiges Wasser her?

(Wi)