laurentiuspilgern

Pilgern zwischen den Laurentiuskirchen Usingen und der Laurentiuskirche Arnoldshain

Gedanken am See

Grünwiesenweiher_Foto_Wolfgang von GehlenBibel, Matthäus 13, Vers 1: „An demselben Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an den See.“

Ich setze mich an den kleinen See. Ein See, geschaffen als Reservoir für Mühlen hier in der Nähe. Schön ist es hier. Meistens ruhig. Ein guter Ort zum Ausruhen. Vielleicht hole ich mein Picknick raus. Horche. Höre. Den Vögeln zu. Manchmal quaken Frösche. Ich bin für eine Weile still. Vielleicht schließe ich nachher die Augen. Ist das Wasser ruhig, kann ich mich später drin spiegeln. Oft heißt es, dass sich Jesus an den See Genezareth setzte. Vielleicht meditierte er. Menschen kamen. Fragten ihn. Nahmen Antworten mit. Viele wurden verändert. Neu motiviert. Bestärkt. Am See, in der Bibel am See Genezareth, spielt die Bergpredigt. Ein Hügel am See. Berg ist ein bisschen viel. Die Bergpredigt in der Heiligen Schrift ist lang. Zwei Kapitel im Matthäusevangelium. Mit dem Blick auf den See, manchmal auf dem See, in einem Fischerboot stehend, hat Jesus den Menschen erzählt:

„Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.

Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.

Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.

Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.

Selig sind die Friedfertigen;1 denn sie werden Gottes Kinder heißen.

Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.

Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.

Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.

So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

 

Impulsfragen:
Am See ist gut sein. Ich träume mich zu Orten, wo ich schon war. Wo es schön war. Orte, die mich motiviert haben. Wo ich neue Gedanken bekam. Ich atme tief durch. Langsam ein und langsam aus. Was hatte ich mir vorgenommen? Wo ist meine Kraft abgeblieben. Was ist aus meinen guten Ideen geworden? Ich atme Zuversicht ein und Zweifel und Ängste aus. Wenn ich wieder zu Hause bin – was nehme ich mir nach dieser schönen Pause vor?

(Wi)