laurentiuspilgern

Pilgern zwischen den Laurentiuskirchen Usingen und der Laurentiuskirche Arnoldshain

Laurentius – ein Märtyrer

Laurentius in St„Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“

Mt 6,19-21

 

Der frühchristliche Märtyrer Laurentius gehört seit dem Mittelalter zu den bekanntesten Heiligen in Europa. Der Mainzer Dom war beispielsweise ein Zentrum seiner Verehrung. Von dort aus verbreitete sie sich innerhalb des Bistums, zu dem ursprünglich auch das Usinger Land zählte.

 

Wer war Laurentius?

Eine Legende erzählt Folgendes:

Zu der Zeit, als Sixtus II. Bischof in Rom war, lebte dort unter den Christen ein junger Mann mit Namen Laurentius. Sixtus nahm ihn auf unter die sieben Diakone, die mit der Pflege der Armen und der Verteilung der Almosen betraut waren. Bei den Bürgern der Stadt gewann Laurentius wegen seines Einsatzes hohes Ansehen. Bei den Mächtigen rief dies jedoch Neid und Missgunst hervor.

So wurde Laurentius gefangen genommen. Der Stadtpräfekt wollte ihn jedoch nicht töten lassen, sondern war an den angeblichen Reichtümern der Christen, von denen er gehört hatte, interessiert. „Wo ist all der Reichtum, das Gold und die Münzen?“, fragte er Laurentius. Dieser antwortete: „Gebt mir drei Tage Zeit und ich werde dir die Schätze der Kirche bringen.“

Laurentius verbrachte die folgenden Tage damit, die Spenden, die er gesammelt hatte, an die Armen der Stadt zu verteilen. Am dritten Tag versammelte er die Armen und Kranken vor dem Stadtpräfekten und sagte zu ihm: „Sieh her, dies sind die Schätze der Kirche!“

Der Präfekt wurde von Wut ergriffen und gab seinen Soldaten den Befehl, Laurentius auf grausame Weise hinzurichten. Auf einem Eisenrost festgebunden, wurde er über einem Feuer verbrannt und starb so den Märtyrertod.

Die Legende erzählt, dass der Heilige Laurentius humorvoll seinen Peinigern zugerufen haben soll: „Ihr könnt mich wenden, die eine Seite ist gar!“

Laurentius, dessen Name „der mit Lorbeer Geschmückte“ bedeutet, wird immer in der Amtstracht der Diakone dargestellt, mit rechteckigem Rost – seinem Marterwerkzeug -, Evangelienbuch und Kreuz. Er ist Patron der Armen, der Bibliothekare, weil er die Kirchenbücher in Verwahrung hatte, und aller mit Feuer beschäftigten Berufe wie Feuerwehrleute, Köche, Kohlenbrenner.

Impulsfragen:

Für Laurentius waren die Armen und die Kranken der Stadt die „Schätze der Kirche“.

Wer ist mein Schatz?

An wen oder was hänge ich mein Herz?